
Einleitung:
"Was lange währt
wird endlich gut", so sagt
es jedenfalls der Volksmund. Ob
diese Weisheit sich auch bei der
neuen Generation von Grafikkartentreibern
aus dem Hause nVIDIA bewahrheitet,
wollen wir im nachfolgendem Test
näher unter die Lupe nehmen.
Dazu haben wir den brandneuen Forceware
Treiber mit der Versionsnummer 52.16
gegen den letzten offiziellen Detonator
FX v. 45.23 antreten lassen und
diese beiden Treiber durch unseren
neuen Benchmarkparkour gejagt.
Lange hat es gedauert
bis nVIDIA ihren neuen Treiber mit
der Versionsnummer 5x.xx offiziell
released hat. Seit den ersten Bekanntmachungen
zu diesem Treiber gab es eine Menge
Spekulationen über die Treibersoftware,
selbst den Ausspruch "Wundertreiber"
konnte man aus verschiedenen Richtungen
vernehmen.
Obwohl ein kleines
Wunder musste nVIDIA mit diesem
Treiber vollbringen, denn bekanntermaßen
sind die GeForce FX Grafikkarten
etwas schwerfällig, wenn es
um DirectX 9 Anwendungen mit Pixel
und Vertex Shader 2.0 Support geht.
Doch der Grund hierfür liegt
nicht wie "böse Zungen"
behaupten am Grafikchip der GeForce
FX Serie selbst, sondern an den
verwendeten Treibern. Diese wurden
in der Vergangenheit so angepasst,
dass mit Cg (Programmiersprache
von nVIDIA) kompilierte Pixel und
Vertex Shader Instruktionen schneller
berechnet werden können. Damit
wollte nVIDIA ihre "Hausmarke"
Cg pushen um bei den Entwicklern
eine größtmögliche
Resonanz zu erhalten. Da gab es
allerdings ein kleines Problem,
Microsoft hatte kurz zuvor seine
High Level Shader Language (HLSL)
angekündigt, worauf nVIDIA
meinte, dass Cg 100% kompatibel
zu HLSL sei.
Im Endeffekt ging
der Schuss nach hinten los. Cg fand
kaum Anklang und Microsofts API
DirectX 9 samt HLSL setzte sich
schlussendlich durch.
Das eigentliche Problem
war schnell erkannt, die GeForce
FX Grafikkarten sind in DirectX
9 Anwendungen doch deutlich langsamer
als die der Konkurrenz, obwohl die
Grafikchips aus dem Hause nVIDIA
(auf dem Papier) technische Vorteile
vorweisen konnten. Doch die Wende
sollte nun ein neuer Treiber bringen,
dieser musste komplett neu aufgesetzt
werden. So war eine gesamte Umstrukturierung
der DirectX API von Nöten.
Um dies zu erreichen implementierte
nVIDIA in ihrem neuen Forceware
Treiber die "Unified Compiler"
getauften DirectX 9 Shaderoptimierung.
In wieweit der neue
Treiber für mehr Performance
sorgt und ob man wirklich Unterschiede
zum Detonator FX ausmachen kann,
erfahrt ihr im nachfolgendem Testverlauf.