Die Technischen Daten des Chips
waren sehr beeindruckend und weckten
unser Interesse die Matrox Parhelia
zu testen. Unsere anfängliche
Begeisterung schlug sehr schnell
in Ernüchterung um, als wir
die Packung öffneten und die
sehr magere Ausstattung sahen. Was
man Matrox auf jeden Fall bescheinigen
kann, ist die sehr gute 2 D/3D Bildsignalqualität.
Die Ausstattung lässt zu Wünschen
übrig, denn es gab keinerlei
Spiele oder sonstige Dreingaben,
was man bei dieser Preisklasse durchaus
erwarten könnte. Was uns sehr
negativ auffiel, war die Tatsache
dass es keine Treiber für Windows
9x und Windows Me gibt und somit
User dieser Betriebssysteme kein
Gebrauch von dieser Grafikkarte
machen können. Matrox sucht
eine neue Klientel für ihre
Grafikkartenprodukte und betitelt
ihre Parhelia als eine High-End
Grafikkarte, dies können wir
jedoch nicht bestätigen. Vielleicht
hatten wir nicht die passenden Benchmarks
zur Hand? Aber den absoluten Einbruch
bei Codecreatures Benchmark Pro
kann man unserer Meinung nach nicht
als High-End vermarkten.
Die Matrox Parhelia
bietet definitiv den besten analogen
Ausgang aller Grafikkarten die wir
bisher getestet haben. Die Bildqualität
ist gerade bei hohen Auflösungen
mit hoher Bildwiederholfrequenz
erstklassig. Bei NoName Grafikkarten,
aber auch bei ATI und nVIDIA Grafikkarten
wird die Bildqualität in höheren
Auflösungen jenseits der 1280er
Marke immer schlechter, d.h. unschärfer.
Die Karte erbrachte alles in allem
eine gute 3D Performance, bei normalen
Betrieb ohne AntiAliasing. 16x FAA
ist Top, doch das 4x SuperSampling
ist ein echter Flop. Während
beim 16x AA durchaus gute bis sehr
gute FAA Werte herauskamen, die
schnelle Frameraten lieferten, so
das ein flüssiges Spielen mit
der Matrox Parhelia Grafikkarte
gut möglich ist, lieferte das
4x SuperSampling miserable Ergebnisse.
Bei allen Tests mit 4x SuperSampling
brach die Karte enorm ein und an
spielen mit diesen Einstellungen
war überhaupt nicht erst zu
denken. Leider konnten wir den drei
Monitorbetrieb " Surround Gaming"
der Karte nicht testen, weil wir
keine drei Monitore besitzen. Eigentlich
schade, denn gerade dieses Feature
ist sehr interessant, weil Matrox
hier wieder eine Vorreiterrolle
spielt, während die anderen
Hersteller wie ATI und nVIDIA es
gerade mal geschafft haben, den
zwei Monitorbetrieb zu verwirklichen.
Bei der Matrox Parhelia
haben wir uns ein OverClocking der
GPU verkniffen, weil die Karte nur
mit einem schmächtigen Kühler
bestückt ist und man davon
ausgehen kann, dass die Taktsteigerung
nicht besonders hoch ausfallen wird.
Aufgrund des schlechten Preisleistungsverhältnises
sehen wir von einer Kaufempfehlung
ab. Denn für den gleichen Preis
bekäme man eine Radeon 9700
Pro, den momentanen schnellsten
3D Beschleuniger. Geeignet ist die
Matrox Parhelia für Leute,
die ihr Augenmerk besonders auf
die sehr gute 2D Bildqualität
sezten und doch ab und zu ein aktuelles
Spiel zocken wollen. Wir freuen
uns sehr das Matrox mit ihrer Parhelia
zurück in den 3D Sektor zurückgefunden
hat und den Grafikkartenmarkt mit
ihrem neuen Produkt bereichert und
so dafür sorgt, das die Konkurrenz
belebt wird. Ausserdem ist erfreulicherweise
bekannt das Matrox ja schon die
Parhelia 2 plant. In der Zukunft
werden also noch spannende Tests
des Nachfolgers zu erwarten sein.
Die Matrox Parhelia ist für
ca. 380-450 Euro im Handel erhältlich.
Die wichtigsten
Erkenntnisse unseres Tests in Pro
und Kontra zusammengefaßt:
|
Matrox
Parhelia
|
| Pro |
Kontra |
| Gute
Verarbeitung |
Kühltechnik |
| Lief
sehr stabil während der
Testphase |
schlechtes
Preisleistungsverhältnis |
| Gutes
FAA AntiAliasing |
Einstellung
der Monitorhertzfrequenz geht
nur über das Tool von Matrox |
| Gute
32Bit Performance unter D3D
|
Keine
Treiber für Windows 9x/Me |
Hier möchten
wir uns nochmals dafür bedanken
das die Firma Net Factory GmbH schnell
und unkompliziert eine Matrox Parhelia
Testgrafikkarte zur Verfügung
gestellt hat. Diesen Test im Forum
diskutieren.