Nachdem wir uns von
der grundsätzlichen
Leistung der HD5770
überzeugt haben,
wollen wir nun herausfinden,
ob in der Sapphire
HD5770 nicht noch
etwas mehr Potential
schlummert. So machen
uns also auf, die
Sapphire HD5770 zu
übertakten und
so herauszufinden,
was wir an zusätzliche
Leistung herauskitzeln
können.
Bei den Standard-Taktraten
von 850Mhz/1200Mhz
betragen die Temperaturen
38 Grad Celsius im
Idle-Modus und 62
Grad Celsius unter
Last. Der Radial-Lüfter
des Referenzkühlers
lief im Idle mit 35%,
während er unter
Last auf bis zu 43%
hoch regelte. Dennoch
hielt sich die Geräuschkulisse
in Grenzen. Wir mussten
schon genau horchen,
um den Lüfter
der Sapphire HD5770
zu hören.
Wir konnten die Taktraten
auf stabile 960Mhz
für die GPU und
1370Mhz (QDR 5480Mhz)
für den Ram anheben.
Das entspricht einer
Chiptaktsteigerung
von ca. 13 Prozent.
Nicht schlecht, jedoch
hätte auch mehr
möglich sein
können. Denn
limitiert hat hier
nicht die GPU sondern
das OverDrive-Menü
des Catalyst-Treibers,
welches lediglich
bis 960Mhz einstellbar
war. Mit einer Steigerung
von ca.14 Prozent
wies der GDDR5-Speicher
ebenso viel Übertaktungspotential
auf.
Die Lüfterdrehzahl
wurde von uns während
der Übertaktung
nicht erhöht.
So drehte der Lüfter
unter Last auf maximal
46% hoch, wodurch
dieser noch immer
kaum wahrnehmbar war.
Die Temperatur lag
bei der Übertaktung
im Idle-Modus bei
38 Grad Celsius und
erhöhte sich
unter Last auf 69
Grad Celsius, was
einen absolut unkritischen
Wert darstellt.
Sowohl bei Standard-Takt
als auch bei Übertaktung
wurde im Idle-Modus
der GPU-Takt auf 157Mhz
under Speichertakt
auf 300Mhz abgesenkt.
Der Stromsparmechanismus
funktioniert also
auch bei Übertaktung
noch einwandfrei.
Wir haben uns darüber
hinaus noch mit dem
Stromverbrauch sowohl
bei Standard-Takt
als auch bei Übertaktung
beschäftigt.
Hierbei wurde der
Gesamtverbrauch des
Systems gemessen.
Im Idle-Modus lag
der Stromverbrauch
im übertakteten
Zustand gleichauf
mit dem Verbrauch
im Standardtakt. So
betrug der Verbrauch
des Gesamtsystems
im Idle 270 Watt.
Auch unter Last war
kein Unterschied festzustellen.
Sowohl ohne als auch
mit Übertaktung
lag der Stromverbrauch
bei maximal 463 Watt.
Das emfpohlene 450Watt-Netzteil
scheint damit etwas
unterdimensioniert.
Man darf dabei jedoch
nicht außer
Acht lassen, dass
unser Testsystem übertaktet
ist und mit erhöhten
Betriebsspannungen
auch entsprechend
mehr Strom verbraucht,
als dieses normalerweise
der Fall wäre.
Beim Kauf eines Netzteils
sollte also durchaus
berücksichtigt
werden, ob das System,
in welchem die Karte
zum Einsatz kommt,
übertaktet ist,
oder nicht.
In was für Benchmark-Ergebnisse
die Übertaktung
resultiert hat, wollen
wir nun anhand von
Benchmarks der Spiele
FarCry 2 sowie Crysis-Warhead
in DX-9 und DX-10
sehen. Des Weiteren
interessiert den einen
oder anderen Leser,
wieviel Punkte die
Übertaktung im
3DMark Vantage gebracht
hat, weshalb auch
dieser Benchmark nochmals
durchlaufen wurde.
3Dmark Vantage:

Im 3Dmark
Vantage stellen wir
eine Mehrleistung
von durchschnittlich
ca. 11 Prozent fest.
So können wir
in Performance ca.
1100 Punkte hinzugewinnen.
Das ist schon kein
schlechtes Ergebnis
und lässt auf
entsprechende Mehrleistung
in Spielen hoffen.
FarCry
2 - DirectX-9:

Bei FarCry
2 in niedriger Auflösung
und DX-9 liegt der Performancegewinn
zwischen 6 und 9 Prozent.
Während Performance
und Medium-Quality nach
wie vor absolut spielbar
bleiben, reicht die
Steigerung in Full-Quality
nicht aus, um auf eine
Herabsetzung der Detailstufe
zu verzichten, möchte
man ruckelfrei spielen.

Auch bei
hoher Auflösung
unter DX-9 kann keine
drastische Leistungssteigerung
erzielt werden. Am ehesten
profitiert hier der
Medium-Quality-Bereich
durch ein Mehr von 2,1
FPS, die durchaus dazu
beitragen, den Minimum-FPS-Bereich
aus der Ruckelgrenze
zu heben. Performance
bleibt nach wie vor
sehr gut und flüssig
spielbar und bei Full-Quality
muss nach wie vor die
Detailstufe herabgesetzt
werden, um flüssig
spielen zu können.
FarCry
2 DX-10:

Unter
DX-10 in niedriger Auflösung
ist zwar eine deutliche
Steigerung zu erkennen,
jedoch waren Performance
und Medium-Quality auch
vorher schon absolut
spielbar. Full-Quality
kann jedoch mit der
Steigerung um 9 Prozent
gut profitieren und
hilft dabei, das Absinken
der Minimum-FPS zu minimieren.
Bei hoher
Auflösung fällt
der Performancegewinn
im Vergleich zu niedriger
Auflösung recht
gering aus. Mit zusätzlichen
ca. 2 FPS hat Medium-Quality
hier am meisten gewonnen.
Wirklich gelohnt hat
sich die Übertaktung
hier insgesamt jedoch
nicht.
Crysis
Warhead - DirectX-9:

Mit
ca. 11 Prozent in Performance
sowie ca. 12 Prozent
in Medium- und Full-Quality
profitiert Crysis Warhead
in niedriger Auflösung
unter DX-9 durchaus
recht gut von der Übertaktung.
Performance und Medium-Quality
werden deutlich spielbarer.
In Full-Quality kann
jedoch nach wie vor
kein Blumentopf gewonnen
werden, sodass hier
trotz der Übertaktung
die Detailstufe für
einen flüssigen
Spielverlauf herabgesetzt
werden muss.

Bei hoher
Auflösung unter
DX-9 können hartgesottene
mit Immunität gegen
Ruckler es wagen, in
Performance zu spielen,
wobei ca. 2,6 FPS gewonnen
wurden. Empfehlen können
wir das jedoch nicht.
In Medium- und Full-Quality
empfiehlt es sich nach
wie vor, die Detailstufe
herabzusetzen.
Crysis
Warhead - DirectX-10:

Unter
DirectX-10 in niedriger
Auflösung können
wir wieder eine gute
Leistungssteigerung
verbuchen. In Performance
sind es ca. 3,4 FPS,
womit man durchaus wagen
kann zu spielen. In
Medium- und Full-Quality
muss für einen
ruckelfreien Spielverlauf
nach wie vor die Detailstufe
herabgesetzt werden,
obwohl auch hier im
Grunde die Leistung
deutlich gesteigert
wurde.

In
hoher Auflösung
unter DirectX-10 fällt
der Performancegewinn
eher gering aus und
hat uns nicht wirklich
zum Vorteil gereicht.
Alle Qualitätsmodi
bleiben nach wie vor
nicht spielbar, sodass
die Detailstufe für
einen ruckelfreien Spielverlauf
zwingend herabgesetzt
werden muss.
Das
soll dann auch an OC-Tests
für die Sapphire
HD5770 genügen
und wir schließen
den Bereich ab.
Die Erhöhung
der Taktraten von 850Mhz
auf 960Mhz (GPU), respektive
von 1200Mhz auf 1370Mhz
(Speicher) hat für
eine Leistungssteigerung
zwischen 6 und 12 Prozent
(je nach Anwendung)
gereicht. In Teilbereichen
hat das dem flüssigen
Spielverlauf durchaus
geholfen. Oft hat es
jedoch keinen wirklich
großen Unterschied
gebracht, sodass man
sich die Frage stellen
darf, ob sich eine Übertaktung
der HD5770 wirklich
lohnt. Was die Übertaktbarkeit
als solche angeht, macht
die Sapphire HD5770
jedoch eine recht gute
Figur.
An dieser
Stelle nochmal positiv
hervorzuheben ist, dass
der Lüfter des
Kühlaggregats auch
bei Übertaktung
recht geräuscharm
agiert und die Stromsparmechanismen
auch bei Übertaktung
noch greifen.
Es sei
an dieser Stelle darauf
hingewiesen, dass Übertakten
und das damit verbundene
Betreiben der Hardware
außerhalb der
Spezifikation auf eigene
Gefahr geschieht und
zum Garantieverlust
führt. 3DChip übernimmt
hier keinerlei Haftung.
Die erreichten Taktraten
sind grundsätzlich
Einzelfallabhängig,
sodass sich von unseren
erreichten Werten mit
der Sapphire HD5770
nicht auf andere Grafikkarten
dieses Typs schließen
lässt.