Zwar verfügt
die Gigabyte HD4890
1GB OC schon von Haus
aus über 900Mhz
Chiptakt, was 50Mhz
über dem Referenzwert
von 850Mhz liegt,
jedoch hat man bei
Gigabyte den Speichertakt
bei dem Referenzwert
von 975Mhz belassen.
So sind wir vor allem
beim Speicher gespannt,
was sich hier noch
an Leistung versteckt
hält. Der Chiptakt
wird dennoch nicht
von uns vernachlässigt,
sodass wir natürlich
auch hier das Maximum
ausloten werden.
Bei den Standard-Taktraten
von 900Mhz/975Mhz
betragen die Temperaturen
35 Grad Celsius im
Idle-Modus und 61
Grad Celsius unter
Last. Der Lüfter
des Zalman-Kühlers
blieb dabei standardmässig
auf 50% geregelt,
was den Betrieb angenehm
leise gestaltete.
Der Zalman-Kühler
hält die Gigabyte
HD4890 1GB OC also
sehr kühl. Ob
uns das bei unserem
Übertaktungsversuch
von Vorteil ist, wollen
wir nun herausfinden.
Wir konnten die Taktraten
auf stabile 950Mhz
für die GPU und
1100 Mhz (QDR 4400Mhz)
für den Ram anheben.
Das entspricht einer
Chiptaktsteigerung
von ca. 6 Prozent,
womit sich der Übertaktungserfolg
prozentual in Grenzen
hält. Tatsächlich
sind 950Mhz Chiptakt
schon ein sehr guter
Wert. Mit einer Steigerung
von ca.13 Prozent
wies der GDDR5-Speicher
mehr Übertaktungspotential
auf. Insgesamt fällt
die erreichte Übertaktung
der Gigabyte HD4890
1GB OC nicht schlecht
aus.
Positiv dabei: Um
die Karte auf die
erreichten Werte übertakten
zu können, war
eine Erhöhung
der Lüftergeschwindigkeit
nicht notwendig. Denn
die Lüfterdrehzahl
hatte keinen Einfluss
auf die Übertaktbarkeit.
So wurde der Lüfter
von uns auf Auto-Drehzahl
belassen, was diesen
lediglich in 3D-Anwendungen
aufdrehen ließ.
Jedoch war der Zalman-Kühler
auch in 3D-Anwendungen
im Vergleich zur Referenz-Kühleinheit
eher leise und kann
nicht als störend
laut bezeichnet werden.
Das Lüftergeräusch
gleicht beim Aufdrehen
eher einem sanften
Rauschen und ist im
2D-Betrieb kaum wahrnehmbar.
Die Übertaktung
brachte eine Temperatur
von 37 Grad Celsius
im Idle und 61 Grad
Celsius unter Last,
womit trotz der Übertaktung
die Temperaturen im
Grunde nicht angestiegen
sind.
Im Idle-Modus wurde
zwar der GPU-Takt
auf 240Mhz herabgesetzt,
jedoch blieb der Speichertakt
unverändert.
Wir haben uns darüber
hinaus noch mit dem
Stromverbrauch sowohl
bei Standard-Takt
als auch bei Übertaktung
beschäftigt.
Hierbei wurde der
Gesamtverbrauch des
Systems gemessen.
Im Idle-Modus lag
der Stromverbrauch
im übertakteten
Zustand gleichauf
mit dem Verbrauch
im Standardtakt. So
betrug der Verbrauch
des Gesamtsystems
im Idle 310 Watt.
Dieser vergleichsweise
hohe Wert lässt
vermuten, dass zwar
der GPU-Takt im Idle-/2D-Modus
gesenkt wird, die
GPU-Spannung jedoch
gleich bleibt. Das
ist jedoch nur eine
Vermutung unsererseits.
Unter Last steigt
der Stromverbrauch
ohne Übertaktung
bereits auf max. 466
Watt unter Last an.
Mit übertakteter
Grafikkarte wurden
von uns 491 Watt Spitze
gemessen, woraus sich
schließen lässt,
dass die Übertaktung
der Grafikkarte den
Stromverbrauch unter
Last um ca. 25 Watt
leicht erhöht.
Das geforderte Netzteil
mit mind. 500Watt
Leistung stellt tatsächlich
das Minimum dar, wobei
die Gesamtleistungsaufnahme
natürlich auch
immer vom verwendeten
System abhängt.
In was für
Benchmark-Ergebnisse
die Übertaktung
resultiert hat, wollen
wir nun anhand von
Benchmarks der Spiele
FarCry 2 sowie Crysis-Warhead
in DX-9 und DX-10
sehen. Des Weiteren
interessiert den einen
oder anderen Leser,
wieviel Punkte die
Übertaktung im
3DMark Vantage gebracht
hat, weshalb auch
dieser Benchmark nochmals
durchlaufen wurde.
3DMark Vantage:

Im 3Dmark Vantage
stellen wir eine eher
moderate Mehrleistung
fest. Durschschnittlich
erreichen wir eine
Performancesteigerung
in Höhe von ca.
4 Prozent. Anhand
dieser prozentualen
Steigerung lässt
sich vermuten, dass
die Erhöhung
des Chiptaktes hier
mehr Einfluß
auf das Ergebnis hatte
als die Taktsteigerung
am Speicher.
FarCry
2 - DirectX-9:

Bei FarCry
2 in niedriger Auflösung
und DX-9 konnte ebenfalls
eine ca. 4 prozentige
Performancesteigerung
erreicht werden. Zwar
hat sich bei Full-Quality
der Ruckel-Grenzbereich
etwas nach oben verschoben,
jedoch empfiehlt sich
hier noch immer, die
Detailstufe herabzusetzen,
um völlig ruckelfrei
spielen zu können.

Auch bei
hoher Auflösung
unter DX-9 kann keine
drastische Leistungssteigerung
erzielt werden. Am ehesten
profitiert hier der
Medium-Quality-Bereich
durch ein Mehr von fast
3 FPS, die durchaus
dazu beitragen, den
Minimum-FPS-Bereich
aus der Ruckelgrenze
zu heben. Performance
bleibt nach wie vor
sehr gut und flüssig
spielbar und bei Full-Quality
muss nach wie vor die
Detailstufe herabgesetzt
werden, um flüssig
spielen zu können.
FarCry
2 DX-10:

Unter
DX-10 in niedriger Auflösung
können bei Performance
ganze 5 FPS gewonnen
werden, was die größte
FPS-Steigerung darstellt.
Am zuträglichsten
ist die Steigerung in
Full-Quality von immerhin
ca. 2,7 FPS. Dennoch
sind und waren alle
Qualitätsmodi sehr
gut spielbar, sodass
man hier die Detailstufe
nicht herabsetzen muss
um flüssig spielen
zu können.

Bedeutende
Veränderungen gibt
es such in hoher Auflösung
nicht. Performance und
Medium-Quality bleiben
nach wie vor ruckelfrei
spielbar. Profitieren
tut am eheseten Full-Quality
durch eine Steigerung
von ca. 2,4 FPS. Hier
empfiehlt es sich dennoch,
die Detailstufe herabzusetzen.
Crysis
Warhead - DirectX-9:

Bei
Crysis Warhead in niedriger
Auflösung unter
DirectX-9 profitiert
Medium-Quality am meisten
von der Übertaktung,
da hier durch die Steigerung
um ca. 2,5 FPS die Gefahr
von leichten Rucklern
im Minimum-FPS-Bereich
minimiert wird. Performance
bleibt nach wie vor
ruckelfrei spielbar,
während bei Full-Quality
die Detailstufe noch
immer herabgesetzt werden
muss.

Bei hoher
Auflösung unter
DX-9 kann man es wagen,
in Performance zu spielen,
sofern man mit gelegentlichen
Rucklern leben kann,
wobei ca. 1,8 FPS gewonnen
wurden. In Medium- und
Full-Quality empfiehlt
es sich nach wie vor,
die Detailstufe herabzusetzen.
Crysis
Warhead - DirectX-10:

Unter
DirectX-10 in niedriger
Auflösung fällt
die Steigerung etwas
höher aus, als
unter DX-9. In Performance
gewinnen wir fast 3
FPS und in Medium-Quality
ca. 2,4 FPS. In beiden
Bereichen kommt es dem
flüssigen Spielverlauf
zu Gute. Full-Quality
bleibt nach wie vor
unspielbar, dass die
Detailstufe herabgesetzt
werden sollte.

In
hoher Auflösung
unter DirectX-10 konnte
uns die Übertaktung
nicht wirklich helfen.
Hier sollte in allen
Qualitätsmodi die
Detailstufe nach wie
vor herabgesetzt werden.
Das
soll dann auch an OC-Tests
für die Gigabyte
HD4890 1GB OC genügen
und wir schließen
den Bereich ab.
Die werksseitig
erhöhten Taktraten
von 900Mhz/975Mhz nochmal
zu erhöhen, wobei
950Mhz/1100Mhz erreicht
wurden, hat eine entsprechende
durchschnittliche Leistungssteigerung
von ca. 5 Prozent gebracht.
Das ist in Teilbereichen
zwar nicht unnütz,
aber wirklich ob dies
insgesamt wirklich lohnenswert
war, ist fraglich. Wir
müssen zu dem Schluss
kommen, dass die Leistungssteigerung
durch weitere Übertaktung
nicht hoch genug ist,
als dass man dies als
lohnend bezeichnen könnte.
Dennoch
sollte man den Kopf
nicht hängen lassen.
Denn schließlich
ist die Rohleistung
durchaus schon beachtlich.
So kann man mit der
Gigabyte HD4890 1GB
OC doch teilweise eine
nVidia GTX285 übertreffen
oder kommt dieser gefährlich
nahe. Dabei ist nicht
unerheblich, dass eine
nVidia GTX285 deutlich
teurer ist als die Gigabyte
HD4890 1GB OC.
Der auf
der Gigabyte HD4890
1GB OC verbaute Zalman-Kühler
macht sich zudem sehr
gut. Im Vergleich zum
Referenz-Kühler
werden die Ohren deutlich
geschont und die Temperaturen
niedrig werden.
Es sei
an dieser Stelle darauf
hingewiesen, dass Übertakten
und das damit verbundene
Betreiben der Hardware
außerhalb der
Spezifikation auf eigene
Gefahr geschieht und
zum Garantieverlust
führt. 3DChip übernimmt
hier keinerlei Haftung.
Die erreichten Taktraten
sind grundsätzlich
Einzelfallabhängig,
sodass sich von unseren
erreichten Werten mit
der Gigabyte HD4890
1GB OC nicht auf andere
Grafikkarten dieses
Typs schließen
lässt.