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Das Erscheinungsbild der HIS Radeon X1900 XTX Grafikkarte


Wieder einmal war die Spannung groß, als wir das große Postpaket öffneten. Kurze Zeit später hielten wir eine eingeschweißte vornehmlich in Schwarz gehaltene, quadratische Verpackung in der Hand. Abgeklärt und kühl zeigt sich das von HIS Platinum Pack getaufte Powerpaket mit einem blauhinterlegten IceQ 3 Schriftzug und dem großen Hinweis auf die Top VPU Radeon X1900XTX auf der Vorderseite. Dreht man den Karton herum, fällt einem sofort die Grafikkarte ins Auge, die durch ein Fenster von außen sichtbar ist. Beworben werden die innovativen Features der selbst entwickelten IceQ 3 Kühlkonstruktion, die wir nachher noch näher beleuchten wollen, und die bereits erreichten Testawards.

Die eigentliche Grafikkarte:

Geöffnet findet man nun die Grafikkarte in ihrer ganzen Schönheit vor. Wie schon angesprochen verzichtet HIS auf die Verwendung des ATi Referenzthermalsystems. So kommt auf der Grafikkarte, die weiterhin auf dem Standard ATi PCB aufbaut eine eigens entwickelte Kühllösung mit dem Namen IceQ 3 zum Einsatz. Diese wollen wir gleich in einem eigenen Kapitel näher betrachten. Der Kühler ist mit seinem Kern für die Radeon X1900XTX VPU zuständig und setzt zusätzlich ein getrennt angebrachte Kupferkühlung für den 512MB großen Grafikkartenspeicher ein. Dieser besteht aus 8 GDDR3 Bausteinen, die eine Zugriffszeit von 1.1ns aufweisen und rund um die VPU angebracht sind.

Unter dem Kühlkanal der Vollkupferkühlung findet sich im vorderen Teil des 3DBeschleunigers zudem der ATI Theatre Chip, der für die Avivo Funktionen (Video Out/In) zuständig ist. Im hinteren Teil der Grafikkarte befindet sich der Standard PCIExpress 6Pin Stromanschluss und die 7phasige Spannungsversorgung mit einem passiven Kupferkühlkörper.

Auf der Rückseite hat HIS eine eigene kleine Platte angebracht, die den massigen Kühler auf der Grafikkarte hält und Spannungen durch Sandwich-Bauweise verhindern soll. Ansonsten zeigt sich die Rückseite ohne weitere Auffälligkeiten, abgesehen von Aufklebern mit Seriennummern, Produktbezeichnungen, etc.

Das Dual-Slotblech hat im oberen Bereich eine vergitterte Öffnung, die der heißen Luft den Ausgang aus dem Gehäuse ermöglicht und weißt im unteren Teil zwei Dual Link fähige DVI Anschlüsse und den obligatorischen TV-Out/In, HDTV Anschluss auf.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass die gesamte Grafikkarte satte 750 Gramm auf die Waage wuchtet und daher mit ihrem Doppelslotblech immer fest mit dem PC verschraubt werden muss, bzw. beim Transport sogar ausgebaut werden sollte, um Schäden zu vermeiden!

Nun noch ein paar Bilder der Grafikkarte, bevor wir detailliert auf die Kühllösung von HIS eingehen wollen:

Einige Bilder der HIS Radeon X1900 XTX Grafikkarte:

Zum Vergrössern auf die Bilder klicken

 

Die HIS IceQ 3 Kühlung unter der Lupe:

Wir erinnern uns, auf früheren IceQ Grafikbeschleunigern aus dem Hause HIS fand man oftmals Kühllösung der Schweizer Kühlexperten von Arctic-Cooling vor. Bei der heutigen High-End Karte entschied sich HIS nun eigene Wege zu gehen und montierte eine Eigenentwicklung, die praktisch eine verbesserte Version der Silencer Serie von AC(=Arctic Cooling) darstellt.

HIS verwendet eine effektive Vollkupferkühlung, die die entstehende Abwärme über einen transparenten Plastikkanal und das doppelte Slotblech direkt aus dem Gehäuse führt. Auf der VPU befindet sich eine 4mm dicke Kupferplatte mit einer dicken Heatpipe, die dabei hilft, die bei der R580 VPU recht große Abwärme schnellstmöglich an die zahlreichen Kupferfinnen im Kühlkanal abzuführen. Ein 70 mm großer, blau eingefärbter Radiallüfter sorgt für den nötigen Luftstrom (rotiert mit 1600-3200UPM). Durch Löcher im Boden zieht der Fan zusätzlich Luft ein und kühlt somit die darunter liegenden Spannungswandler, die HIS aus Platzmangel mit einem kleineren Kupferkühler, als die Referenzplatine vorweist, ausgestattet hat.

Dem GDDR3 Speicher, den HIS mit Referenzgemäßen 1550MHz taktet, spendierte man ein getrenntes Kühlblech. Dieses besitzt unterschiedlich hohe Kühlfinnen und weist im Bereich der Heatpipe besonders große Finnen auf. Der Grund hierfür liegt darin, dass hier in den Plastikkanal Löcher eingearbeitet wurden, wo nun Luft ausströmt und den Speicher somit aktiv kühlt. Den Kontakt zwischen Kühlblech und Ram-Bausteinen bilden recht dicke Gummi-Leitpads (s. Fotos).

Und nun die Frage die man sich natürlich sofort stellt: Wie gut ist dieses Thermalsystem, und vor allem: Wie laut?

Die Lautstärke bleibt dank einer mehrfachen Lüftersteuerung jederzeit sehr silent. Gerade im Vergleich zu einer Radeon X1900XTX im Standard Design, oder zu unserer GeForce 7900GT ist die IceQ 3 Kühlung eine wahre Wohltat für die Ohren!

Die Temperaturentwicklung, die bei der R580 Serie bekanntermaßen recht hoch ist (bis knapp an die 100°C sind kein Wunder), bleibt bei 20-21°C Raumtemperatur je nach Belastung bei einem Maximum von gerade einmal 70-80°C. Zusätzlich zeigt sich die Effektivität ganz einfach daran, dass erstens die Heatpipe sofort - entschuldigt die Ausdrucksweise - sauheiß wird und zweitens ein heißer Luftschwall dauerhaft hinten aus dem Slotblech zieht.

Kleines Fazit:

Alle Achtung, HIS hat hier saubere Arbeit geleistet. Die Kühllösung schaut fein aus, ist sauber verarbeitet und verrichtet einen erstklassigen Dienst.

Abschließen wollen wir unsere Betrachtung mit einer weiteren Hand voll Bilder abschliessen:

Zum Vergrössern auf die Bilder klicken

 

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