
nVIDIA`s Nachfolger des
gescheiterten GeForce FX 5800 Ultra
Gerade einmal 3 Monate nach
erscheinen des "nicht ganz perfekten"
GeforceFX5800 (Ultra), versuchte nVIDIA
den Fehltritt durch eine neue Chipgeneration
wieder auszubügeln. Der Codename
des Chipsatzes: NV35, oder auch FX5900
(Ultra). Auch diese GeForce FX Grafikchips
werden im feinen 0,13 Mikron Verfahren
gefertigt, doch diesmal verfügen
die Grafikprozessoren nicht über
ein 128-Bit-, sondern eine 256-Bit Speicherarchitektur,
so wie das Konkurrenzprodukt von ATI,
welches ebenfalls ein 256 Bit Speicherinterface
hat. Dieses Feature ermöglichte es
den Raden-Karten 9700 und 9800 sich an
die Spitze zu setzen und sollte deshalb
nicht unterschätzt werden.
Auch beim Speicher ist nVIDIA
äusserst grosszügig und bestückt
die neuen Karten mit 256 MB, wobei der
Chip theoretisch sogar mit teurerem DDRII
umgehen kann, allerdings sollte bis heute
(11/03) niemals DDRII auf einem 5900 Beschleuniger
zum Einsatz kommen. Speziell auch die
Kühleinheit, die beim Vorgänger
auf Grund der Lautstärke für
Furore sorgte, wurde von nVIDIA massiv
überarbeitet. Jetzt ist der Kühler
weitaus leiser, wie das Imperialgebläse
des Vorgängers. Auch der FX5900 benötigt
2 Slots auf Grund seines großen
Thermalsystems. Des weiteren wie auch
der Nachfolger des NV30 über einen
HDD Stromanschluss mit Saft versorgt.
Die neuen Platinen benötigen unter
3D bis zu 75 Watt (Glühbirne gerade
einmal 30-40 Watt) und können so
einige ältere Netzteile an den Abgrund
treiben.

CineFX Engine 2.0
nVIDIA integrierte in den
NV35 Chip die CineFX Engine der 2. Generation.
Im Gegensatz zur Vorgängerversion
CineFX 1.0, wie sie z.B. im Geforce FX
5800 (Ultra) zum Einsatz kam, die doppelte
Leistung erbringen. Zusätzlich wurde
dem Chip auch noch die "Ultra Shadow"
getaufte Technik implantiert. Ultra Shadow
(Shadow Volume Acceleration) soll bei
der Darstellung von Schatten mittels Berücksichtigung
der Z Buffer Informationen unnötige
Berechnungen vermieden werden.
Intellisample HCT Technologie
& UltraShadow Technologie
Bei der Kantenglättung
hat nVIDIA die Intelisample Technologie
überarbeitet und die zweite Generation
der Intelisampletechnologie soll eine
bis zu 50 prozentige Steigerung der Effizienz
bei der Komprimierung von Farbe, Textur
und z-Daten bringen. Aber auch die Auflösungen
soll davon profitieren, mit bis zu 1600
x 1280. Ein neues Feature des GeForce
FX 5900 Chips ist die UltraShadow Technologie.
Damit soll die Schattengenerierung beschleunigt
werden und der nächsten Generation
komplexere, realistischere Schatteneffekte
den Weg ebnen. (Spiele wie z.B. Doom 3)
Der GeForce FX 5900 Ultra
wird mit 450 MHz Chiptakt geliefert; zudem
findet man auf den Grafikkarten 256 MB
DDR Speicher der ersten Generation, der
mit 425 MHz (entspricht 850 MHz DDR) angesprochen
wird und über ein 256 Bit breites
Speicherinterface angeschlossen ist.

Das High End Produkt kostet
zu seiner Einführung um die 500 Euro.
Des weiteren gibt es auch noch den FX5900
ohne Ultra: Der 5900 Chip wird mit nur
400 MHz angesprochen, und nur mit einem
128 MB DDRI grossem Speicher versorgt,
der allerdings den identischen Takt des
Ultra Modells besitzt (425/850 MHz DDR).
Dieser Grafikchip kostete zu seiner Einführung
rund 400 Euro.
Während der Produktionszeit
des FX5900 (Ultra) kam es immer wieder
zu Engpässen in der Lieferung des
2,2ns Speichers. Wie das Sprichwort "Not
macht erfinderisch" schon erahnen
lässt, begann anfangs Sparkle die
FX5900 mit nur 2,8ns Speicher (350/700
MHz DDR) auszurüsten und diese für
einen unglaublich geringen Preis auf den
Markt zu werfen. Wenig später folgten
MSI, Leadtek und andere Grafikkartenhersteller.
Der GeForce FX 5900 SE
Der oft als 5900 SE oder
LX bezeichnete Chip ist ein vollwertiger
FX5900 Chipsatz, der keinerlei Veränderungen
über sich hat ergehen lassen. So
wird auch er mit 400Mhz angesprochen,
hat 256 Datenleitungen zum Speicher, der
lediglich etwas langsamer arbeitet. Die
Platinen findet man heute sowohl mit 128
MB wie auch mit 256 MB und oft auf dem
vollwertigen Ultra Platinen Layout sitzend.
Und so lässt sich aus mancher FX
5900 SE`s Grafikkarte eine vollwertige
GeForce FX 5900 Ultra machen, die es dann
für ca. 300-350 Euro anstatt
für 400-480 Euro gibt. Die GeForce
FX 5900 Ultra Grafikkarte - blockiert
2. PCI-Slot und benötigt eine externe
Stromversorgung.
Die neuen GeForce XT
Grafikkarten
Es gibt von deren gleich,
2 zum einen die GeForce 5900 XT und zum
anderen die Mainstream GeForce 5600 XT.
Im Grunde handelt es sich um normale GeForce
FX 5900 bzw. GeForce FX 5600 Grafikkarten
die lediglich in Chip und zum Teil im
Speichertakt reduziert wurden. Alle anderen
Eigenschaften der Chips wurden nicht verändert.
Man erhofft sich wohl von Seiten nVIDIAs
eine noch günstigere alternative
anbieten zu können als der Konkurrenz
aus dem Hause ATi zur Zeit möglich
ist. Das Namenskürzel XT dürfte
eher den Verbraucher verwirren als zum
Kauf überreden.
Informationen zum GeForce
FX 5900 XT Chiptakt
Da es bis dato immer unterschiedliche
Informationen zu den genauen Taktraten
des GeForce FX 5900 XT Grafikchips von
nVIDIA gab, denn einige Hersteller gaben
Taktraten von 400 MHz GPU Takt an, andere
wiederum einen Takt von 390 MHz. um der
Verwirrung unserer Leser Herr zu werden,
haben wir uns die Mühe gemacht und
einfach mal nachgehakt.
Laut der Aussage des Produktmanagers
von nVIDIA Deutschland Herrn Jens Neuschäfer,
sind die FX 5900 XT Chips mit einer Taktrate
von 390 MHz von nVIDIA vorgegeben. Anders
lautenden Meldungen die im Internet kursierten,
dass der Geforce FX 5900 XT Chip genauso
hoch getaktet sei wie die GeForce FX 5900
SE Variante sind somit hinfällig.
Vorteil der neusten XT Vertreter
ist der günstigere Preis, der wohl
um die 50 Euro niedriger liegt und so
eine Ersparnis gegenüber den GeForce
5900 SE/SP/XL Grafikkarten
bringt. Man bekommt so eine Grafikkarte
die von der Leistung her in der nähe
aktueller Highend Karten Geforce FX 5950
und ATi 9800XT liegt, aber wesentlich
billiger in der Anschaffung ist.
Die technischen Daten des neuen Grafikchips
haben wir in einer Tabelle zusammen gefasst